Zwischenzeit - Himmelszeit

Jetzt er weg,
ab in den Himmel.
Schon traurig, so ein endgültiger Abschied.

War er schon seit Ostern anders unter uns,
sahen wir ihn mit anderen Augen.
Jetzt ist er ganz entrückt.

„Was steht ihr da und seht zum Himmel?"(Apg 1),
hören wir die Männer in weißen Gewändern sagen.
Was für eine Frage.

Himmelfahrt ist immer so ein schöner Tag,
so ein schönes Fest,
meist unter freiem Himmel.

Und dennoch:
Schaut nicht nach oben, sondern schaut euch um:
Nicht da, wo der Himmel ist, ist Gott.
Sondern da, wo Gott ist, ist der Himmel.

Stimmt.

Atmen wir nicht überall
Himmelsluft?
Im Himmel zu sein, heißt doch,
er ist jetzt überall, der Jesus.

Himmel auf Erden!
Also nicht traurig.

Und kommt dann noch Pfingsten,
dann sind Vater, Sohn und Hl. Geist wirklich überall um uns herum.
Sie trösten, beleben, stärken, kommunizieren, beLeben.

Luft und Atem - uh!
Gerade nicht positiv besetzt.
Die Geistin über den Wassern,
Ruach
der Atem Gottes,
der weht, wo er will.
Den will ich mir aber nicht nehmen lassen.
Die bringt diesen Jesus wieder
ganz nahe - ohne Kontakt!
Ziemlich coronatauglich.
Der scheinbare Abschied an Himmelfahrt?
Wie weggeblasen!

So scheinen unsere kirchlichen Feste und das, was wir dazu in der Bibel lesen,
coronatauglich, tröstlich und belebend.

Ihre Pfarrerin Doris Wild
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