Evangelisch-Lutherische_Kirchengemeinde_Holzkirchen
Die Evangelisch-Lutherische
Kirchengemeinde Holzkirchen


Wahlzeiten

Es lohnt sich, nachzudenken, worum es geht
Als Christ macht mir Sorge, wie derzeit viele Diskussionen in unserem Land geführt werden - wobei - eigentlich sind es gar keine Diskussionen. Man wirft sich Standpunkte an den Kopf. In der Politik und am Stammtisch, unter Nachbarn und am Arbeitsplatz. Und viele dieser Wortmeldungen haben etwas Märtyrerhaftes  "Das muss man doch mal sagen dürfen, sonst tut es ja keiner".

Und doch ist das falsch. Natürlich tun das Menschen, an allen Orten. Und manches, in der Tat, darf man nicht sagen. Nicht weil es hier Zensur gäbe. Gott sei Dank ist das in unserem Land lange Geschichte und jeder wird zunächst mit seiner Meinung respektiert. Das entspricht übrigens ganz genau dem christlichen Gebot der Nächstenliebe, den Nächsten zu respektieren.

Aber wenn es menschenverachtend wird, wenn Personen nicht mehr als Mensch, sondern nur noch als Teil einer Gruppe angesehen werden, dann darf man das in der Tat nicht mehr sagen. Das verbietet sich von selbst.

Mir wäre als Christ recht, wir würden über lieber über die wirklichen Probleme reden:

Wie finden Notleidende und sogar Normalbürger hier eigentlich genügend Wohnraum?Welche Konzepte werden präsentiert, dass keiner ohne Dach über dem Kopf da steht?

Wie soll eigentlich die Umwelt geschützt werden, wie dämmen wir die unglaubliche Blechlawine ein, in der ich selber mit meinem Auto mit stehe?

Wie können Arbeitsplätze dort entstehen, wo sie gebraucht werden und was können wir, die wir ja in einer wirtschaftlich starken Region wohnen, dazu tun?

Das sind die Fragen, die mich vor der Wahl beschäftigen.

Und auch dieses:

Demokratie ist immer noch die beste Form, die unterschiedlichen Interessen auszugleichen. Dafür lohnt es sich, eigene Meinungen und Ideen einzubringen und dafür zu werben. Da brauche ich niemand Anderes schlecht zu machen.

So halten wir es übrigens schon lange auch in unserer Kirche. Kurz nach dem Landtag wird am 21. Oktober der Kirchenvorstand neu gewählt. Hier können alle wahlberechtigten Gemeindemitglieder mitbestimmen, wer in den nächsten Jahren die Entscheidungen für unsere Gemeinde trifft.

Lassen Sie uns also wählen, aber mit christlichem Verstand!

Pfarrer Peer Mickeluhn

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