Zwischen Licht und Dunkel

bewegt sich meine Stimmung.
Kaum sah es ganz gut aus kommen nun wieder Beschränkungen. Es wird karger. Natürlich ist Vieles schön wie immer – besonders jetzt im Herbst die Blätter und die Landschaft. Ich versuche, das zu genießen und rauszugehen. Vielleicht kann ich da auch Anderen von der Ferne zuwinken. Ohne ihnen zu nahe zu kommen, wie es gerade wichtig ist.

Aber wie die Wärme jetzt in der Natur selten wird und nur ab und zu die Sonne wärmt, so fehlt uns Vieles jetzt schon. Und ich denke an diejenigen, die es jetzt angesichts der wirtschaftlichen Probleme nicht nur fröstelt. Kann ich da für etwas Wärme sorgen? Ein wenig Sonnenlicht umleiten? Oder einfach einen virtuellen Ofen anschüren? Ich kann die Angebote der Gastronomie für Essen zum Mitnehmen nutzen. Ich kann auch hier im Internet Kulturelles unterstützen, auch finanziell, wenn es mir möglich ist.

Aber ich kann vor allem auch zur Hoffnung beitragen: Wie in der Natur die Sonne nun flacher steht, so ist sie doch nicht weg.

Auf dem Bild ist eine Laterne zu sehen. Sie steht da, damit es auch in der Dunkelheit Licht gibt. Gerade in der Dunkelheit klammere ich mich als Christ besonders fest an das Licht Jesu Christi. Er ist die Hoffnung, sogar dann, wenn der Tod droht. Wieviel mehr dann in allem Anderen, was uns Angst einjagt. Und Jesus kam ins Leben, um uns zu zeigen, dass wir zu Gott gehören und uns niemand von ihm trennen kann.

Er hat sich dem Hin und Her zwischen Dunkel und Licht gestellt und allem Zwischendrin. Und hat selber gelebt, mit allem, was dazu gehört. Und uns ganz bodenständig mitgeteilt: Fürchte dich nicht. Du bist nicht allein!

Peer Mickeluhn, Pfarrer

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