Evangelisch-Lutherische_Kirchengemeinde_Holzkirchen
Die Evangelisch-Lutherische
Kirchengemeinde Holzkirchen

Die Taufe

Die Taufe - Taufkerzen
Taufe heißt: Willkommen in diesem Leben! Taufe heißt auch: Willkommen in der Gemeinschaft der Christen! In der Taufe sagt Gott "Ja" zum Menschen und spricht ihm seinen Schutz im Auf und Ab des Lebens zu. Die Taufe ist die Zusage der Liebe und des Segens Gottes. Sie ist ein Geschenk. Sie begründet auch die Mitgliedschaft in der Kirche.

Ganz am Anfang: Die Taufe

Bedingungslos nimmt Gott uns Menschen an. Das wird besonders in der Kindertaufe deutlich. Ein Baby kann noch nichts geleistet haben. Gottes Zusage geht allem Verstehen, Entscheiden und Tun voraus. Diese Vorstellung ist schön und auch beruhigend. Eine spätere Taufe ist dennoch genauso möglich.
Die Taufe gilt ein Leben lang und bleibt auch bei einem möglichen späteren Austritt bestehen. Das bedeutet auch, dass bei einem Wiedereintritt nicht mehr getauft werden muss.
Sie ist das Sakrament, das von der evangelischen und der katholischen Kirche gegenseitig anerkannt wird. Alle, die im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft sind, gehören zur weltweiten Christenheit. Aus diesem Grund ist eine ökumenische Taufe nicht nötig und auch nicht möglich. Mit der Taufe wird über die Konfession und die Mitgliedschaft in einer bestimmten Kirche entschieden. Dennoch ist ein Übertritt zu einer anderen christlichen Konfession jederzeit möglich - und das eben ohne Wiederholung der Taufe. Die Taufe gilt.

Die Taufe feiern

Für die Taufe stehen Pfarrerinnen und Pfarrer unserer Kirchengemeinde zur Verfügung. Der Gottesdienst kann in der Zachäuskirche in Sauerlach, in der Segenskirche in Holzkirchen oder in der Michaelskapelle in Dietramszell gehalten werden. In der Regel feiern wir einmal monatlich einen Taufgottesdienst, in dem meist mehrere Kinder gemeinsam getauft werden. Getauft wird auch im Hauptgottesdienst oder an einem Festtag (z.B. in der Osternacht). Falls Sie nicht in unserem Gemeindegebiet wohnen, benötigen Sie von Ihrem zuständigen Pfarramt eine Erlaubnis (Dimissiorale). Sie können sich als Familie an der Gestaltung des Gottesdienstes beteiligen mit eigenen Gebeten, Lesungen oder musikalischen Beiträgen. Vielleicht gestalten Sie oder die Paten auch die Taufkerze selbst.

Der Taufspruch begleitet

Der Taufspruch ist ein Vers aus der Bibel, der für den Täufling ausgesucht wird. Er möge ihn ein Leben lang begleiten. Das ist eine große Chance, die Worte der Bibel mit Leben zu füllen. Es ist schön, wenn Sie sich dazu Gedanken machen und die Bibel nach einem geeigneten Vers durchsehen. Hilfreich ist dabei die Seite www.taufspruch.de. Auch unsere Pfarrerinnen und Pfarrer stehen Ihnen gerne mit Vorschlägen zur Seite.

Die Paten begleiten

Das Patenamt hat eine alte Tradition und eine große Bedeutung, denn zusätzlich zu den Eltern begleiten die Paten das Kind. Auch sie tragen ihren Teil dazu bei, dass in diesem Kind der Glaube wachsen kann und es seinen eigenen Weg zu Gott und dem Glauben findet.

Die Paten, die Sie für Ihr Kind auswählen, müssen Mitglied einer christlichen Kirche sein. Wenn die Eltern beide einer anderen Konfession angehören und dennoch gerne evangelisch taufen möchten, muss mindestens ein Pate evangelisch sein. Dafür ist eine Bescheinigung des zuständigen Pfarramtes des Paten erforderlich (sog. Patenbescheinigung). Das Patenamt ist ein rein kirchliches Amt. Die soziale Komponente, im Notfall als Ersatz für die Eltern zu dienen, hat sich in den Köpfen und der jüngeren Tradition eingeschlichen, aber rechlich eher weniger Relevanz. Auch mehrere Paten können ausgewählt werden.

Was kostet die Taufe?

Die Kosten für Mesner und Musik und für den eventuellen Schmuck des Taufbeckens teilen sich die Tauffamilien. Für die Taufe selbst und ihre Beurkundung im Pfarramt wird keine Gebühr erhoben.

Das Taufgespräch ermöglicht weitere Klärung

Wenn Sie sich für die evangelische Taufe entscheiden oder Sie grundsätzlich in Erwägung ziehen, setzen
Sie sich einfach mit dem Pfarramt in Verbindung. Dort können Sie einen Termin mit dem für Sie zuständigen Pfarrer oder der Pfarrerrin vereinbaren. Beim Taufgespräch sollten beide Elternteile und gerne auch die Paten dabei sein. Bis zur Taufe werden die Geburtsurkunde des Kindes und die Patenbescheinigung(en) benötigt.

Diese Kurzinformation ist ein erster Überblick. Wenn Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie uns einfach an. Wir haben Zeit für ein Gespräch mit Ihnen.

Der Inhalt dieser Seite ist auch als Faltblatt in unseren Kirchen und im Pfarramt erhältlich.